Holtumer Mühle Islandpferde und mehr
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Stafetten-Ritt zur Weltmeisterschaft in Berlin

 

Es hat mich schon etwas überrascht, als ich im Januar gefragt wurde, ob ich die Rittführung einer Etappe des Stafettenritts zur Islandpferde-Weltmeisterschaft 2013 in Berlin übernehmen könnte. Sicher, es war eine Menge Planung und Vorbereitung und auch gute Strecken zu fahren, aber alles im Allen hatte ich 2 wunderbare Tage. Ich bin echt froh, dass ich mich auf die Rittführung eingelassen habe. Voller Stolz konnte ich so das T-Schirt „der lange Ritt – WM 2013 und Bleikstjarna ihre Schleife tragen. 

Irgendwie haben wir doch auch ein ganz kleines bisschen bei der Weltmeisterschaft mitgemacht.

Alles nass, Brille beschlagen, aber alles im Griff

03. Juli 2013 von Haltern-Lavesum nach Nottuln

Nachdem ich die Route von Lüdinghausen nach Nottuln gut ausgearbeitet und gemeinsam mit Nina und Klaus abgeritten bin, wurde sie geändert. Neuer Startpunkt war nun Lavesum. Da es zeitlich nicht mehr möglich war, die Strecke noch einmal abzureiten, musste ich mich halt darauf verlassen, was ich aus dem vorhandenen Kartenmaterial herauslesen konnte. Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert.

Am 03.07. starteten dann 2 Reiter und 5 Reiterinnen gen Nottuln. Wenn das Wetter nur halb so gut gewesen wäre, wie die Laune, es wäre hervorragend. Wir haben jedoch den einzigen Regentag in der Woche erwischt. Es waren 98 % Regenwahrscheinlichkeit gemeldet. Tatsächlich regnete es 2-mal nicht: In der Pause und bei der Ankunft. Aber wie schon erwähnt, der Laune tat es keinen Abbruch.

Da in Lavesum die Stafette vom Landesverband Rheinland an den LV Westfalen/Lippe übergeben wurde, gestaltete sich der Abritt schon etwas feierlich. Ich selbst fand das toll, ist dieser Ritt doch zum einen eine hervorragende Werbung für das Islandpferd (von wegen nur im Kreis töltende Ponys), zum anderen hat mich das ganze persönlich etwas Stolz gemacht: Ich führe eine Etappe zur Weltmeisterschaft! Das ist fast schon wie an der WM teilgenommen.

Nach etwa zwei Stunden machten wir eine Pause (die, in der es nicht regnete) am Hof Borgarstadur bei Dülmen/Merfeld. Hier wurden wir mit großem Kino empfangen, auch weil hier die offizielle Übergabe der Stafette stattfand. Hier war wieder interessantes festzustellen. Man kann mit Bleikstjarna durch ein Schützenfest reiten, an Traktoren vorbei und sich im Zentimeterabstand von LKW überholen lassen. Aber als ich eine Fahne übernehmen wollte; das war einfach zu viel. Fast hätte ich gedacht, sie läuft wieder zurück nach Lavesum. Hat sie aber dann doch nicht und als die pferdefressende                                     Fahne weg war, war alles wieder gut.

Stafettenübergabe vom LV Rheinland an Westfale-Lippe

Nach der Pause ging es weiter durch die schöne Münsterländer Landschaft, in der leider fast alle Wege asphaltiert sind. Die wenigen Streckenabschnitte wo dies nicht der Fall war, nutzten wir dann zu einem flotten Tölt.

Nach einem guten Stück schnurgerader Straße mit rechts und links Feldern kamen wir glücklich durch Karthaus. Ich habe im Bericht über den „Proberitt“ schon einmal beschrieben, dass die Durchquerung des alten Torhauses und natürlich Karthaus selbst einen Höhepunkt des Tages darstellen würde. Bevor es dann losging, pausierten wir noch einmal kurz und dann waren wir nicht nur auf der ursprünglich geplanten Strecke, sondern wieder in wunderbarer Landschaft. Aber wie das nun so bei Streckenritten ist, wir kamen nicht umhin noch einmal etwas über 2 km Straße zu reiten. Aber schön war es trotz dem. Nahezu pünktlich kamen wir gegen 18:00 Uhr, nach 32 km, am Hof von Winfried Twent und Andrea Wähling an. Auch hier wurden wir mit großem Hallo begrüßt; die Presse war auch da – Nachdem dann die Pferde gut versorgt waren, genauso wie wir Reiter, musste ich von der wirklich tollen Truppe Abschied nehmen, denn ich musste zurück nach Duisburg. Des Pensionärs Leben ist halt voller Verpflichtungen. 

Großes Hallo bei Twent

08. Juli 2013 von Herzebrock-Clarholz nach Verl

Ich sollte ja zwei Etappen führen. Am 08.07. ging es dann weiter ab Herzebrock-Clarholz. Die Streck war mit etwa 24 km deutlich kürzer als die von Haltern nach Nottuln, dafür war das Wetter besser, um nicht zu sagen optimal. Wie im Wetterbericht angekündigt, 24 Grad, sonnig. Was will man mehr? Die Gruppe war deutlich geschmolzen. Ich hatte nur einen Mitreiter. 2 waren angemeldet und ich hatte auf spontane Begleiter gehofft, aber eine Teilnehmerin hat abgesagt und so blieb nur einer übrig. So machten wir uns halt zu zweit auf die Strecke. Markus (mein Schwiegersohn) übernahm das Begleitfahrzeug. Ich war heilfroh, dass er mitkommen konnte, ich hätte sonst das Problem gehabt, wieder an mein Gespann zu kommen. Aber so war alles bestens bestellt.

Start am Hof Klüsener, Herzebrock-Clarholz
Die Ems bei Clarholz

Auch war die Strecke schöner vom Geläuf. Auch wieder durch eine reizvolle Landschaft, natürlich auch über geteerte Wege, aber immer unterbrochen durch schöne Feld und Waldwege. Schon nach kurzem Ritt überquerten wir die Ems, die hier ein wunderschönes Bild liefert, dann kurz durch Wald um dann ganz bewusst einen Umweg zu machen, am Waldrand lang, weil es so schön war. Südlich von Gütersloh machten wir am Gut Schledenbrück, ein wirklich malerischer Hof mit einer Wassermühle eine längere Pause Im Mühlbach konnten sich die Pferde erfrischen und ihren Durst löschen. Hier fiel mir ein Ausspruch von Dieter Becker ein: Was haben ein Wanderreitpferd und ein Wanderreiter gemeinsam? Beide saufen wo es etwas gibt.

Gut Schledenbrück
So ein Mühlbach ist schon etwas feines

Schon unmittelbar nach dem Abritt konnten wir das gute Wesen unserer Isländer unter Beweis stellen. Uns kam auf engem Weg ein Traktor entgegen. Das war nicht weiter schlimm, aber nach 200 m stand ein mächtiger Schredder auf dem Weg und machte eine Menge Lärm. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich Bleikstjarna an der Holtumer Mühle ein paar Mal neben dem laufenden Traktor gefüttert habe, aber sie ging anstandslos vorbei und hat so Odin, das Pferd meines Mitreiters Jörgen, mit gezogen.

Nach problemloser Durchquerung des Waldstücks kamen wir rückwärtig der Raststätte Gütersloh an die A 2. Hier mussten wir auch die Autobahn an einer  Brücke überqueren, die so schmal war, dass der Kraftfahrzeugverkehr wechselseitig durch eine Ampel geleitet wurde. Um nicht den Verkehr im Rücken zu haben, ritten wir bei Rot über die Brücke, um dann wieder auf einem Feldweg zu verschwinden.

Die nächste Pause legten wir dann beim Tierheim Gütersloh (Zufall) ein. Danach lag der unschöne Streckenabschnitt vor uns. Zunächst mussten wir den Ortsteil von Gütersloh Spexard durchqueren, was als Wohngebiet noch ging, aber dann ging es durch das Industriegebiet Sürenheide, nordöstlich von Gütersloh. Hier mussten wir über den Lupinenweg. Es gab weder Lupinen, noch Geh-oder Radwege oder auch nur Bankette zum Ausweichen. Dafür jede Menge LKW, die dicht und schnell an uns vorbei fuhren. Aber nach ca. 15 Minuten war auch das überstanden und wir wichen auf eine kleine Parallelstraße und anschließend einen Trampelpfad aus. Das mit dem Trampelpfad war zwar geplant, aber dennoch ein Glücksfall. Auf der Karte war hier nämlich nur ein Bach eingezeichnet. Meine Annahme, wo ein Bach ist, ist auch ein Trampelpfad hat sich aber bestätigt.

Der Rest war dann wieder Formsache. Gegen 15 Uhr kamen wir am Mooshof in Verl an, wo wir schon von Markus und Frau Beckmeier nett empfangen wurden.

Nachdem wir die Pferde versorgt hatten und uns ein wenig gestärkt, machten Markus Bleikstjarna und ich uns dann auf den Heimweg. Immerhin lagen noch gut 180 km vor uns.

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